Der Einfluss von Social-Media bei schlecht getesteten Apps

Mona Hinnenby Mona Hinnen
Senior Consultant
Juli, 3, 2014 | Testing | Comments 0

Social-Media ist der Trendbegriff der letzen Jahre. Jede Firma die etwas von sich hält muss Social-Media machen, heisst es. Doch SoMe ist nicht nur für Firmen ein Begriff, sondern es hat das Tischgespräch global erweitert, den Austausch von Feedbacks erleichtert und die Geheimhaltung in manchen Bereichen ausgehebelt.

Immer mehr Apps tummeln sich nun in den Marktplätzen wie Apple & Google.  Mit einem berauschenden Anstieg wird der Android Markt immer stärker.

Doch welchen Einfluss hat es nun wenn man eine App quasi ungetestet in einen Store stellt? Einen unberechenbaren!

Es gibt diverse Szenarien wie man als Unternehmen eine App testen lassen kann. Man findet immer häufiger das «Beta-Testing mit einem engen Kreis an Usern». Google lanciert grundsätzlich alle Dienste als Beta, da so die Programmfehler-Suche klar erkenntlich ist und man als User sich darauf einstellt den einen oder anderen Bug zu finden.
Grundsätzlich sinnvoll, wenn auch etwas komplex zu managen, da meist die Feedback knapp beschrieben werden und es an der Reproduzierbarkeit mangelt. Dennoch gibt einem ein Gefühl ob man mit der App auf dem richtigen Weg ist und zeitgleich fühlt sich der User ernst genommen.
Man stellt sich dennoch vor, über wie viele Kanäle man das Feedback managen muss und wie wenige dieser Fehler dann tatsächlich reproduzierbar sind. Zudem kommt, dass nicht ausgebildetes Personal, je nach Altersstufe, völlig andere Blickwinkel hat. Das kann ein klarer Vorteil sein, wenn es darum geht Usability und vor allem Belastungstests zu machen. Führt dann aber auch meistens dazu, viele doppelte, dreifach gemeldeten Fehler auszusortieren und je nachdem in einem Berg von halbfertigen Feedbacks zu ertrinken.

Neben der Sonntagszeitung welche via Twitter einen Aufruf zur Betatester-Suche machte und auch gleich öffentlich den Beta Link publizierte, machten auch die NZZ eine Test-Phase. Die Sonntagszeitung informierte sogar per E-Mail wie und wo man die Fehler melden sollte. Das dort unter anderem die Telefonnummer der Zentrale angegeben war, brachte mich jedoch etwas zum schmunzeln.

Kontrolliert vs. Unkontrolliert

Anders verliefen zwei unterschiedliche Projekte der SBB. Während SBB.Connect auch einen Aufruf fürs Beta-Testing machte und das ganze mit Social-Media begleitete, passierte bei der App MobilBonus das ganze eher unkontrolliert.

Die App wurde in den Store gestellt, die Welle der negativen Feedbacks via Twitter, Facebook und Mund zu Mund Propaganda wuchs von Stunde zu Stunde und somit wurde ein vermeintlicher problemloser Go Live zu einem Desaster.

Der Redaktor Barnaby Skinner schrieb dazu einen kurzen Beitrag mit dem tragischen Titel «Bedauernswerter App-Sturz» Auch auf medienseminar.com wurde darüber berichtet, dort wird die App sogar als eine “Stellwerkstörung” bezeichnet.

Auch wenn Apple bei jeder neuen App-Version die Feedbacks wieder von neuem zählt, so werden bestehende Wertungen mit eingerechnet. Die App hat nämlich aktuell mehr als 500 Bewertungen mit einem Stern im iTunes Store. So etwas wieder aufzuholen ist kaum machbar. Zudem gibt es auch Monate nach dem GoLive immer noch negative Feedbacks wie:

Glaubt man der Infografik von Clickfox löschen über die Hälfte der User eine App, welche in ihren Augen nichts taugt gleich wieder vom Handy. Dies ist insofern problematisch für Firmen, da es keine zweite Chance gibt die App wieder zum User zu bringen, ausser mit einer grossen und teueren Marketing-Kampagne.

Kostenloser App-Test?

Da sich nicht jeder eine Beta-Tester-Gruppe leisten kann, bieten wir einen kostenlosen Service für Firmen, Agenturen und Private. Wer nun von unserem KnowHow kostenlos profitieren möchte, darf seine App gerne über unseren Service www.apptesting.ch anmelden. Während einer 1-stündigen Session prüft einer unserer Consultants die App und kann ein erstes Feedback zum Stand geben.

Gerne zeigen wir ihnen welche Möglichkeiten Agenturen & Firmen hätten, um auch mit wenig Geld die optimale Test-Prozedur zu finden. Denn da draussen sind viele selbst ernannte Bug-Hunter die nur darauf warten Fehler zu finden! Und mit Social-Media haben genau diese Personen ihre Bühne & ihr Publikum gefunden.

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